Der Brandschutznachweis in Bayern

Brandschutznachweis Bayern

Wir erstellen Ihren Brandschutznachweis in Bayern

Das Thema Brandschutznachweis Bayern spielt beim Bau von Gebäuden und deren Sanierung eine große Rolle – kurz gefasst, der Nachweis das die Brandschutzanforderungen eingehalten werden, ist bauordnungsrechtlich nach Bauordnung im Bundesland Bayern gefordert. Dabei spielt es in Bayern keine Rolle, ob dieser Brandschutznachweis oder Brandschutzkonzept genannt wird. Hier geht es zu weiteren Informationen zum Thema Brandschutznachweis.

Gerne erstellen wir für Ihr Bauvorhaben den Brandschutznachweis für alle Gebäudeklassen in Nürnberg, Fürth und ganz Bayern! Unsere erfahrenen Ingenieure für Brandschutz unterstützen Sie bei Ihrem Bauvorhaben.

Brandschutzkonzept nach Bauordnung (BayBO)

In Art. 3 Satz 1 BayBO ist vorgeschrieben, “das bei der Anordnung, Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung, Instandhaltung [von Gebäuden, Anmerkung d. R.] und Beseitigung von Anlagen … die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit, und die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden dürfen”. Dabei lässt sich der Begriff des Schutzes von Leben und Gesundheit und auch der öffentlichen Sicherheit und Ordnung unter anderem (Aufzählung nicht abschließend) in den Bereich der Standsicherheit und des Brandschutzes aufteilen. In diesem Artikel wird der Bereich der Brandschutznachweis Bayern (oder Brandschutzkonzept) näher betrachtet. Unser Ingenieurbüro bietet Ihnen aber auch weitere Leistungen im Bereich der Standsicherheit. Hier erhalten Sie einen Überblick über weitere Leistungen Ingenieurgesellschaft Ziegler.
Brandschutznachweis in Bayern

Was ist ein Brandschutzkonzept in Bayern

Ein Brandschutzkonzept (oder Nachweis) ist eine Aufstellung über alle bauordnungsrechtlichen Anforderungen zum Brandschutz im jeweils betrachteten Gebäude und zwar für alle Bauteile die jeweils in der BayBO und eingeführten technischen Baubestimmungen geregelt sind. Dadurch wird nachgewiesen (gegenüber der Behörde), dass die Mindestanforderungen aus der BayBO (Link zur BayBO bei der Bayerischen Staatskanzlei) zum vorbeugenden baulichen Brandschutz eingehalten werden. Diese Betrachtung ist für das erlangen einer Baugenehmigung notwendig. Auf der sogenannten Baubeginnsanzeige bescheinigt der Nachweisberechtigte für Brandschutz das dieser Nachweis erstellt wurde und alle Anforderungen der BayBO (und weitere einschlägige Vorschriften) eingehalten werden. Für den Fall das ein Gebäude einer besonderen Schwierigkeitsstufe zuzuordnen ist, z.B. im Falle eines Sonderbaus nach Art. 2 Abs. 4 BayBO oder Gebäude mit einer Höhe von mehr als 13 m (Gebäudeklasse 5), oder aber von den Vorgaben der Bayerischen Bauordnung abgewichen wird, muss der Brandschutznachweis noch zusätzlich von einem Prüfsachverständigen für Brandschutz geprüft werden.

Nicht Bestandteil der Brandschutznachweise zur Baugenehmigung sind Anforderungen aus privatrechtlichen Belangen (DIN Normen die nicht eingeführt sind nach VVTB, versicherungstechnische Vorgaben) oder Anforderungen aus Bundesrecht (z.B. die Arbeitsstättenverordnung).

Wichtig zu wissen: im Bundesland Bayern muss für jede Gebäudeklasse ein Brandschutznachweis (Brandschutzkonzept) erstellt werden, der die Inhalte des § 11 Bauvorlageverordnung (Bayern) behandelt. Auch bei einem “kleinen” Einfamilienhaus (also bei durchaus kleinen Gebäuden) wird damit ein Brandschutznachweis erforderlich.

Inhalt Brandschutznachweis

Im Brandschutznachweis (oder Konzept) müssen alle bauordnungsrechtlichen, brandschutztechnischen Anforderungen, abgebildet und berücksichtigt werden.

§ 11 der Bauvorlageverordnung (BauVorlV – Bayern) gibt hier weitern Aufschluss. In § 11 Abs. 1 BauVorlV wird dabei vorgegeben welchen Mindestangaben für Gebäude (die nicht Sonderbau sind) im Nachweis zum Brandschutz enthalten sein müssen. Der § 11 Abs. 2 BauVorlV befasst sich mit Mindestangaben für Sonderbauten. Erwartungsgemäß sind bei Sonderbauten und Mittel/Großgaragen weitere Nachweise zu führen.

Auszug aus § 11 Abs. 1 BauVorlV – Mindestinhalt von Brandschutznachweisen “normale” Gebäude

Für den Nachweis des Brandschutzes sind im Lageplan, in den Bauzeichnungen und in der Baubeschreibung, soweit erforderlich, anzugeben:

  • das Brandverhalten der Baustoffe (Baustoffklasse) und die Feuerwiderstandsfähigkeit der Bauteile
  • die Bauteile, Einrichtungen und Vorkehrungen, an die Anforderungen hinsichtlich des Brandschutzes gestellt werden, wie Brandwände, Decken, Trennwände, …
  • die Nutzungseinheiten, die Brand- und Rauchabschnitte
  • die aus Gründen des Brandschutzes erforderlichen Abstände innerhalb und außerhalb des Gebäudes
  • der erste und zweite Rettungsweg nach Art. 31 BayBO, insbesondere notwendige Treppenräume, Ausgänge, notwendige Flure, mit Rettungsgeräten der Feuerwehr erreichbare Stellen einschließlich der Fenster…
  • die Flächen für die Feuerwehr, Zu- und Durchgänge, Zu- und Durchfahrten, Bewegungsflächen und die Aufstellflächen für Hubrettungsfahrzeuge
  • die Löschwasserversorgung

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Brandschutzkonzept für Sonderbauten

Auszug aus § 11 Abs. 2 BauVorlV – zusätzlicher Mindestinhalt von Brandschutznachweisen von Sonderbauten
Bei Sonderbauten, Mittel- und Großgaragen müssen, soweit es für die Beurteilung erforderlich ist, zusätzlich Angaben gemacht werden, insbesondere müssen Brandschutznachweise Aussagen treffen über:

  • brandschutzrelevante Einzelheiten der Nutzung, insbesondere auch die Anzahl und Art der die bauliche Anlage nutzenden Personen sowie Explosions- oder erhöhte Brandgefahren, Brandlasten, Gefahrstoffe und Risikoanalysen
  • Rettungswegbreiten und -längen, Einzelheiten der Rettungswegführung und -ausbildung einschließlich Sicherheitsbeleuchtung und -kennzeichnung
  • technische Anlagen und Einrichtungen zum Brandschutz, wie Branderkennung, Brandmeldung, Alarmierung, Brandbekämpfung, Rauchableitung, Rauchfreihaltung
  • die Sicherheitsstromversorgung
  • die Bemessung der Löschwasserversorgung, Einrichtungen zur Löschwasserentnahme sowie die Löschwasserrückhaltung
  • betriebliche und organisatorische Maßnahmen zur Brandverhütung, Brandbekämpfung und Rettung von Menschen und Tieren wie Feuerwehrplan, Brandschutzordnung, Werkfeuerwehr, Bestellung von Brandschutzbeauftragten und Selbsthilfekräften

Im Brandschutzplan selbst hat sich bewährt, lediglich das Konzept der Rettungswege, die Rettungsweglänge und die Anforderungen an den Raumabschluss darzustellen. Es ist dabei sehr wichtig ein gewissenhafte Planung der Anlage (das Gebäude im ganzen, auch das klassische Einfamilienhaus) in Bezug des Brandschutznachweises erstellen zu lassen. Eine gewissenhafte Planung des Brandschutznachweises (auch für ein Einfamilienhaus) betrachtet auch die Leistungen aus dem Bereich der Standsicherheit. Nach Art. 25 der Bayerischen Bauordnung ist es Teil des Brandschutznachweises, auch auf die Belange der Standsicherheit einzugehen.

So gibt z.B. Art. 25 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 der Bayerischen Bauordnung vor, das tragenden und aussteifende Wände und Stützen feuerbeständig ausgeführt werden müssen. Dieses Tragverhalten im Brandfall wird als Teil über die Standsicherheit des Tragwerksplaners nachgewiesen.

Weitere und detaillierte Angaben zum Inhalt eines Brandschutznachweises sind in einem gesondertem Beitrag beschrieben.

Gerne beraten wir Sie bei weiteren Fragen zum Thema Brandschutznachweis Bayern

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